Umweltbildungszentrum Licherode
Ökologisches Schullandheim und Tagungshaus
Angebote zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Forscherwoche Boden

Boden ist nicht nur Dreck!

Jeden Tag wird in Deutschland laut Statistischem Bundesamt die Fläche von mehr als 80 Fußballfeldern versiegelt. Das Problem der schleichenden Verluste von in Jahrtausenden gewachsenen Böden taucht leider selten in den Medien auf, lediglich im Zusammenhang mit immer schneller aufeinander folgenden „Jahrhunderthochwassern“ findet man Schlagzeilen über den Flächenverbrauch, der den schnellen Abfluss von Niederschlägen und Schneeschmelze fördert.

Da gleichzeitig – entgegen häufiger Vermutungen – gerade die komplexen Vorgänge im Boden noch sehr unzureichend ergründet sind, bietet dieses Thema von Frühjahr bis Herbst unzählige Ansätze zum Forschen. Bereits am Abend des ersten Ankunftstag besuchen die Kinder dabei eine Bodenausstellung, die als „Appetitanreger“ oder „Stiller Impuls“ fungiert. Jede(r) schreibt seine Eindrücke auf bzw. macht sich eine Mindmap, aus der sich dann die eigenen Forscherfragen entwickeln: „Wie entsteht Sand?“ „Leben in 5 cm Tiefe dieselben Bodentiere wie in 20 cm Tiefe?“ „Wovon ernährt sich der Regenwurm“ „Wie lange braucht es, bis 10 cm Boden entstehen?“. Nach der Gruppenbildung geht es ans aktive Forschen einschließlich der vorausgehenden Vermutung, des Versuchsaufbaus, der Suche nach dem benötigten Material, dem Durchführen und Dokumentieren und dem Präsentieren in der Klasse.
Was auf den ersten Blick zu „hoch“ für GrundschülerInnen erscheint, kann je nach Anspruch ohne weiteres auch in diesem Alter durchgeführt werden. „Schön, dass wir auch mal das untersuchen konnten, was uns selbst interessiert“ (Vicky, 10 Jahre alt, im April 2012)

ForscherInnen bei der Arbeit.JPG

„Der Johannes hatte 9 verschiedene Stationen vorbereitet. Jetzt weiß ich richtig viel über Kühe und Milch.“

(Tina, Albert-Schweitzer-Schule Rotenburg / Stationsarbeiten Milch und Kuh)