Umweltbildungszentrum Licherode
Ökologisches Schullandheim und Tagungshaus
Angebote zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Huhn- und Eier-Woche

„Das Ei bewegt sich!“, „Ich seh den Schnabel!“, „Ich nenne das Küken Werner!“. Die Stimmen gehen durcheinander, wenn die Kinder in der Woche zu „Huhn und Ei“ vor dem Brutkasten sitzen oder die geschlüpften Küken im kleinen Gehege im Foyer beobachten. Unter Anleitung dürfen die Hühnerkinder auch in die Hand genommen werden. Schulklassen, die sich für dieses Thema entscheiden, müssen sich allerspätestens vier Wochen vor der Ankunft in Licherode melden, damit der Brutkasten mit Eiern rechtzeitig bestückt wird und die gefiederten Neubürger rechtzeitig schlüpfen. Allerdings ist die Eierwoche nur zwischen Ende März und Ende Mai möglich. Dabei sind Eier wichtige Lebensmittel und für viele Menschen ist das Fleisch von Hühnern fester Bestandteil der Ernährung.

Stationsarbeiten Huhn und Ei

Zunächst geht es bei den Stationen um Grundlegendes. Die Kinder erfahren wie Hühner gehalten werden, wie man per Kennzeichnung Bio-Eier von konventionellen unterscheiden kann, in welchen alltäglichen Produkten Eier enthalten sind. Die Fühlbeutel sind besonders spannend, denn warum sind in einem Beutel Steinchen drin? An einer anderen Station werden verschiedene Eier gewogen und in Gewichtsklassen eingeteilt. Stimmt das tatsächlich, dass Hühner braune Eier legen, weil sie Kaffee ins Futterkriegen? Am Ende des ersten Thementages ist alles viel klarer geworden.


Besuch im Geflügelhof oder beim Kleintierzüchter

Hühnerhaltung und Eiererzeugung live erleben ist das Motto der Exkursion. Der Mustergeflügelhof Häde liegt in Heinebach, etwa 10 km von Licherode entfernt (d.h. mindestens eine Fahrt mit dem Bus). Freilandhaltung im großem Stil, so etwas ist selten zu sehen. Die Kinder erfahren u.a., weshalb die Außengehege mit Büschen und Schutzvorrichtungen bestückt sind, dass sich Hühner wohlfühlen können, wenn sie genug Platz haben und wie die Eiersortieranlage funktioniert. Falls kein Termin in Heinebach möglich ist (z.B. kurz vor Ostern) gibt es bei Familie Krause in Niederellenbach (7 km von Licherode) eine gute Alternative. Dort ist Hobbyhaltung zu sehen mit viel Liebe zum einzelnen Tier. Außerdem ist Herr Krause im Besitz einer bemerkenswerten Eierausstellung.

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Kochen mit Ei

Man kommt der Sache am besten nahe, wenn man sie selbst verwendet. Daher liegt es auf der Hand, mit Eiern auch Speisen zuzubereiten. Unter Anleitung einer unserer erfahrenen Köchinnen lernen die Kinder mit den Eiern umzugehen, und viele haben im Schullandheim zum ersten Mal im Leben ein Ei aufgeschlagen. „Sind diese Eier hier denn jetzt von glücklichen Hühnern?“ wird oft gefragt. Und selbst wenn einer das Ei des Kolumbus findet: Es wird verarbeitet und gegessen. Auch dieser Themenbaustein steht unter dem Motto „Lernen fürs Leben“.

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„Als wir auf dem Rückweg vom Hutewald waren, hat Frau Lehner eine tote Spitzmaus gefunden. Wir haben sie bis nach Licherode mitgenommen und haben sie unter der 1000 Jahre alten Linde begraben, die wir bei der Dorfrallye kennen gelernt haben“

(Julie, Münzenbergerschule Frankfurt)