Umweltbildungszentrum Licherode
Ökologisches Schullandheim und Tagungshaus
Angebote zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

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gesunde und regional-biologische Schulverpflegung

Bietet nicht gerade das Essen an Schulen und Kindertagesstätten angesichts des bedenklichen Gesundheitszustands unserer Kinder die Chance für einen Einstieg in ein geändertes Ernährungsbewusstsein? Und könnten nicht gerade im ländlichen Raum Landwirte von neuen Absatzmärkten mit kurzen Wegen profitieren? Viele gute Gründe sprechen dafür, dass Ganztagsschulen zum Vorreiter einer neuen Ernährungskultur werden könnten.

und die Vorbehalte?

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Aber kann man die heutigen Kinder überhaupt noch für ein gesundes und regional-biolo-gisches Mittagessen gewinnen? Sind die Vorbehalte der McDonalds-Generation gegenüber fadem und freudlosem „Öko-Fraß“ nicht unüberwindbar groß? Und wie kann man das Thema „Gesunde Ernährung“ dauerhaft im Schulleben und im Alltag unserer Kinder verankern? 

Die Einführung einer regional-biologischen und gesunden Schulverpflegung an Ganztagsschulen scheitert häufig an mangelnder Akzeptanz bei Eltern, Kindern und Lehrkräften, aber auch an den Beharrungskräften im „System Schule“ selbst. Diesen tief verwurzelten und rational oft nicht begründbaren Vorurteilen und Hemmnissen kann man nur durch gezielte Maßnahmen an der jeweiligen Schule selbst entgegentreten. Schulen, die sich um eine soziale Esskultur, um einen nachhaltigen Lebensstil und um gesunde, regional-biologische Verpflegung bemühen, benötigten ganz konkrete Hilfestellungen. Lässt man Schulen mit diesen schwierigen Fragen allein, entscheiden sich die Verantwortlichen oft für bequeme und billige Lösungen, die pädagogischen, gesundheitlichen und sozialen Gesichtspunkten (ebenso) oft entgegenlaufen.

Die Besser-Esser

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Das Licheröder „Besser-Esser-Konzept“ umfasst Fortbildungsveranstaltungen für das Kollegium, Informationsabende für die Eltern sowie betriebswirtschaftliche und hauswirtschaftliche Beratungsangebote für Schulleitung und Küche. Pädagogisches Kernstück ist eine Projektwoche zu den Themen gesunde, wohlschmeckende Ernährung und ökologischer Landbau, die „Besser-Esser-Woche“, mit der die Schulkinder mit einem ganzheitlichen Bildungskonzept auf die neue Schulverpflegung vorbereitet werden.
Entstanden ist nach mehrjähriger Entwicklungsarbeit die so genannte „Besser-Esser-Woche“, bei der es um gesunde Ernährung, regionale Landwirtschaft und biologischen Landbau geht. Das aber nicht langweilig und trocken, sondern aktiv und mit allen Sinnen. Die Kinder sitzen nicht im Klassenzimmer, sondern es geht zum Bauernhof und in die Küche. Und am Ende gibt es ein Zertifikat, den „Besser-Esser-Pass“, der die Eintrittskarte für ein gesundes und regional-biologisches Schulessen darstellt.

„Der Johannes hatte 9 verschiedene Stationen vorbereitet. Jetzt weiß ich richtig viel über Kühe und Milch.“

(Tina, Albert-Schweitzer-Schule Rotenburg / Stationsarbeiten Milch und Kuh)