Umweltbildungszentrum Licherode
Ökologisches Schullandheim und Tagungshaus
Angebote zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Lebensraum Wald

Unsichtbar meistens spielt sich das tägliche Leben der Tierwelt im nahen Wald ab. Die verschiedenen Tier- und Pflanzenarten haben  im Lauf der Evolution großartige Strategien entwickelt, um in diesem Lebensraum zu bestehen: Tarnen, Schleichen, Vorräte anlegen, andere Lebewesen als Transportmittel nutzen, unzählige Nachkommen zeugen, essbare Früchte herstellen.
In dieser Licheröder Projektwoche geht es einerseits um das spielerische Erfahren der Lebensweise im Wald, aber auch um die Begegnung mit Falkner (terminlich nicht immer möglich) oder Förster, den Fachleuten zu unserem Thema.

Walderkundungsspiele

Selbst einmal in der Perspektive des Waldtieres sein, Tastsinn erproben, Vorratslager wiederfinden, Suchen und Verstecken, Tierwohnungen konstruieren – an der Walderkundung  können auch Kinder mit Begeisterung teilhaben, die ohne jegliches Vorwissen in den Wald kommen. Aber auch an die „Profis“ ist gedacht, und es ist oft erstaunlich wie genau der unverfälschte Blick der Kinder für die Phänomene der Natur sein kann. Die Zeit verfliegt im Nu, der Wald ist ein Spielraum par excellence. Und wie schön, dass man ganz nebenbei lernen kann und so der Wald den Kindern vertrauter wird. Auf diese Art und Weise lernen Kinder, sich mit dem Lebenraum Wald zu identifizieren.

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Besuch des Falkners

Eigentlich bringt unser Falkner Michael Schanze gar keinen Falken mit, aber seine Stellvertreter sind nicht minder spektakulär: Uhu und Wüstenbussard. Den Tieren so nah zu sein ist ein wunderbares Erlebnis. Wer in die Augen des Uhus geschaut hat, wird die Begegnung mit dem nachtliebenden Greifvogel so schnell nicht mehr vergessen. Die Bedeutung der Greifvögel als "Gesundheitspolizei" im Lebensraum, deren Aufgabe bei der Jagd und als Aasfresser wird deutlich. Beeindruckend ist das enge Verhältnis von Mensch und den gefiederten Räubern. Die Begeisterung des Falkners für seine eigene Arbeit ist höchst ansteckend und fasziniert die Kinder.

Alternative zu: Waldgang mit dem Förster

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Walderkundung mit dem Förster

Der Termin mit Förster Adam, der beim Forstamt Rotenburg für Waldpädagogik zuständig ist, führt durch den Lebensrasum Wald mit all seinen Aspekten. Die Begegnung mit dem Fachmann ermöglicht den Kindern, Fragen zu stellen, die den Wald in seiner Funktion als Wasserspeicher, Sauerstoffspender, Lebensraum für Pflanzen und Tiere beleuchtet. Am lebendigsten ist die Walderkundung, wenn der Förster noch am Ende der Führung mit Fragen „bombardiert“ wird. Herr Adam stellt sich gerne auch auf spezielle Wünsche der Gruppe ein. Die Aktion findet in aller Regel in unmittelbarer Nähe des Schullandheims statt.

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Wald im Karton

So einfach: Ein Schuhkarton, ein Deckel mit Transparentpapier, ein Guckloch und innen drin eine liebevoll gestaltete Waldlichtung in klein. Die Wirkung beim Hineinschauen ist verblüffend. Jedes Waldmodell ist individuell und einmalig. Vor allem können die Erfahrungen und Erlebnisse der Vortage kreativ verarbeitet werden. Vielleicht sitzt im Hintergrund sogar ein Greifvogel auf dem Ast oder ein Reh steht auf der Lichtung. Das Bastelmaterial sammeln die Kinder selbst, also heißt es zu Beginn des Vorhabens: Ab in den Wald!

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Umweltpädagogik kann nur nachhaltig sein, wenn sie auch die Herzen bzw. die Gefühle der Kinder erreicht. In diesem Zusammenhang haben Lieder und Spiele eine besondere Bedeutung. Mit ihnen können die Kinder sich selbst, ihren eigenen Körper und ihre Sinne erfahren und sich zugleich Kenntnisse aus Arbeitsvorgängen z.B. im ländlichen Raum aneignen. An dieser Stelle sehe ich meine spezifische Aufgabe, als Kinderliedermacher und Dozent für Sprache und Bewegung ind der umweltpädagogischen Arbeit des Schullandheims Licherode mitzuwirken. Ich bin froh, daß es zum Beginn dieser Zusammenarbeit gekommen ist, und freue mich auf weitere Denkanstöße und musikalische Impulse für neue Lieder und Aktionen

Frederik Vahle, Kinderliedermacher und Musikdozent