Umweltbildungszentrum Licherode
Ökologisches Schullandheim und Tagungshaus
Angebote zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Lebensraum Wiese

Untrennbar ist die Wiese mit ihren Pflanzenarten mit den davon lebenden Tieren verbunden, nur meist sieht man sie erst auf den zweiten Blick. Dieser zweite Blick auf die Wiesenfauna wird in dieser Projektwoche geschärft. Und natürlich steht die Honigbiene als Profiteur der Blüten im Mittelpunkt. Und – wem nützen wiederum die Bienen….. ? Vor allem können die Schulklassen einen kleinen Beitrag leisten, um den kleinen Wiesenbewohnern einen Lebensraum zu schaffen.

Wiesenerkundung

Ohne auch nur die geringsten Vorerfahrungen besitzen zu müssen, können die Kinder hier spielerisch die Wiese und seine Bewohner entdecken. In erster Linie geht es darum, hinter die (Über-) Lebensweise der Grashüpfer, Wanzen, Schmetterlinge oder Käfer zu kommen. Mit den  selbst gebauten „Wiesenstaubsaugern“  machen sich die jungen Entdecker auf die Suche, auf allen Vieren und in ganz neuer Perspektive. „Ich hab ein Tier, ich hab ein Tier!“ ist da zu hören. Schauen wir mal, was es ist!

Alternativbaustein zu: Stationsarbeiten Wiese

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Stationsarbeiten Wiese

Welche Wiesen bieten Vielfalt, welche nur monotones Grasland, welche nützen dem Imker mehr, wie riechen sie, wie entsteht Heu? Und wenn ich selber eine Kuh wäre, welche Wiese würde mir am besten gefallen? Viele der grundsätzlichen Fragen können an den Stationen angesprochen werden. Die Kinder können sogar eine eigene Wiesenpflanze „erfinden“, und siehe da, meist ist sie den real existierenden ähnlich, vor allem was die Überlebensstrategien betrifft. Schließlich ist es allerhand, dies zu überstehen: Zwei bis drei Mal im Jahr abgeschnitten werden.

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Bienenmuseum Niederbeisheim

Unser Glück ist, dass sich die Berliner Imkerin Erika Geiseler und der Biologe und Insektenkundler Joachim Flügel aus dem Allgäu auf dem halben Weg zwischen den jeweiligen Heimatgebieten niedergelassen haben, um ihr „Lebendiges Bienenmuseum“  aufzubauen. Die  Mitte ist Niederbeisheim, einer unserer Nachbarorte. Dafür muss aber zunächst die Wanderstrecke von etwa 8 km bewältigt werden. Dann bekommt nach einer Einführung ins Leben der Biene jedes Kind einen Imkeranzug, und dann besuchen wir sie wirklich, die geflügelten Haustiere. Streicheln ist übrigens erlaubt!

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Anlegen einer Magerwiese

Nachdem wir bei der Wiesenerkundung und im Bienenmuseum nun so viel über die Wiesentiere erfahren haben, geht es darum, eine Wiese anzulegen, die große Artenvielfalt erwarten lässt. Dazu muss sie aber „mager“ sein, d.h. mit eher wenig Nährstoffen für die Pflanzen und dadurch vielen Blüten. Also heißt es tief graben, Steine in den Untergrund, Erde aufbringen und einsäen. Ein kleiner Abenteuerspielplatz entsteht vorübergehend. Die Wiesentiere werden sich freuen!

Alternative zu: Wildkräutersalat

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Wildkräutersalat

Wiese ist nicht nur Futter für das Vieh. Auch für einen Wildkräutersalat lassen sich die Pflanzen nutzen. Die Geschmacksrichtungen sind sehr unterschiedlich: würzig, süßlich, bitter, sauer. Die Grundlage bildet ein milder Gartensalat, und neben den Kräutern aus der Natur ist die Salatschüssel hinterher mit einem bunten Potpourri aus essbaren Blüten bedeckt. Essen von Wildpflanzen ist immer wieder ein ungewöhnliches Erlebnis. Und nebenbei lernen die Kinder auch kennen, was eine gute Salatsoße ausmacht.

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Hier finden Sie die Woche zur Ressource Wiese

Ressource Wiese »

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Der Mensch hat mit der Rodung des Waldes und der Schaffung von Freiflächen die Landschaft in Mitteleuropa gestaltet, und neben Ackerflächen sind es vor allem die Wiesen, die unserer  Region in den vergangenen Jahrhunderten ihren Stempel aufdrücken konnten. Neben der Aufgabe, für das Nutzvieh Futter zu erzeugen, hat die Wiese…
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„Ich wollte eigentlich noch 3 Wochen länger bleiben“

(Sultana, Grundschule Obervorschütz)