Umweltbildungszentrum Licherode
Ökologisches Schullandheim und Tagungshaus
Angebote zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Ökologischer Landbau

(nur Frühjahr bis Herbst)

„Da wird nicht gespritzt!“ so wird in der Regel der Unterschied zwischen ökologischem und konventionellem Landbau beschrieben, und damit hat es sich meistens auch. Dass Nährstoffkreisläufe auf dem Biohof ganz maßgeblich sind, ist weniger bekannt. Auch artgerechte Tierhaltung, Düngung, Fruchtfolgen spielen eine große Rolle. Die Woche verteufelt nicht die konventionelle Landwirtschaft, sondern stellt die Errungenschaften der ökologischen Anbauweise in den Vordergrund.

Stationsarbeiten Ökolandbau

Schon bei der Station zum biologischen Getreideanbau wird deutlich, wie umfangreich die Aufgaben eines Biobauern sind und was er alles braucht, um eine gute Ernte einzufahren. Vor allem werden die Zusammenhänge deutlich, denn ohne vernetztes Denken geht Biolandbau nicht. Bei der „Speisekarte für den Regenwurm“ gibt es u.a. dies zu lernen: Biologisch düngen heißt Regenwürmer füttern! Und die danken es mit Vermehrung der Fruchtbarkeit im Boden.
Teilweise sind die Stationen durchaus anspruchsvoll und eignen sich sehr gut für SchülerInnen ab Klasse 5.

CIMG5579.JPG
CIMG5576.JPG

Exkursion Demeterhof

Fünf Kilometer entfernt  im Nachbarort Oberellenbach gibt es den Kirchhof, einen landwirtschaftlichen Bio-Betrieb, der nach Demeter-Richtlinien arbeitet. Der Kirchhof ist schon allein wegen seiner Vielseitigkeit höchst interessant. Neben der Milchviehherde mit Angler Rotvieh hält der Kirchhof Milchziegen, Kaltblutpferde und Esel. Die eigene Milch wird komplett zu Hofkäse verarbeitet, und die Schulklassen dürfen den Käsekeller besuchen und in die „gläserne“ Käserei schauen. Vorher steht aber eine Wanderung durch die landschaftlich sehr schöne Gegend an. In der warmen Jahreszeit wird das Licheröder Essen oft sogar direkt auf den Hof geliefert.

IMGP0288.JPG

Arbeiten auf dem Kartoffelacker

Je nach Jahreszeit gibt es verschiedene Arbeiten auf dem Licheröder Kartoffelacker: Boden vorbereiten, Kartoffeln legen, Anhäufeln, Kartoffelkäfer ablesen, Ernten. Was die Bauernkinder früher sicher nicht immer mit Freude gemacht haben, ist heute meist eine große Besonderheit für die Gäste des Schullandheims: Graben, hacken, Knollen suchen. Manche sind kaum mehr zu bremsen. Vor allem gibt es kein „Spielzeug“, sondern richtige Handhacken. Und Dreck an den Schuhen, aber was ein richtiger Kleinbauer ist…

Herbstfreizeit 2010 24 ok.JPG

Ich war jetzt einmal im Februar und einmal im November hier. Es gibt so ein tolles Angebot – ich würde jederzeit wieder in den Wintermonaten hierher kommen

(Frau Müller, GS Eidinghausen)