Umweltbildungszentrum Licherode
Ökologisches Schullandheim und Tagungshaus
Angebote zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Rohstoffe Ton und Erde

Noch immer wird in Deutschland pro Tag eine Fläche versiegelt, die etwa 100 Fußballfeldern entspricht. Die Erde wird als meist als Selbstverständlichkeit wahrgenommen und deren „grundsätzliche“ Bedeutung im Alltag verkannt. Der Boden unter unseren Füßen bietet faszinierende Einblicke in die Erdgeschichte, ist aber auch ein idealer Rohstofflieferant für die Herstellung alltäglich genutzter Gebrauchsgegenstände.

Stationsarbeiten Ton und Erde

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„Das ist doch nur Dreck !“ sagte vor vielen Jahren ein Mädchen zu Beginn der Woche in Licherode. Anhand von Stationen werden die Rohstoffe aus dem Boden deutlich herausgearbeitet. Unterschiedliche Bodenarten, Bodenschichtung, Bodenentstehung,  Boden als Werkstoff – all das kommt in diesem einführenden Baustein vor, und schnell wird aus dem „Dreck“ eine wertvolle Ressource für uns alle. Die Erde bekommt den Stellenwert, den sie verdient, denn alles andere wäre eine „bodenlose Frechheit“!

Töpfern in der Töpferei

Im Nachbarort Oberellenbach betreiben Frank und Anke Geißler eine Töpferei. Nach einer 5 km-Wanderung gelangen die Kinder zur Töpferin, die immer wieder gerne  ihre Werkstatt zeigt und es ist immer wie Zauberei, wenn an der Töpferscheibe aus einem Tonklumpen ein Gefäß „wächst“. Die Kinder töpfern dann selbst von Hand unter der Anleitung der Fachfrau. Der Ton ist ein Werkstoff für die Seele und sorgt für zufriedene und ausgeglichene Gesichter. Die getöpferten Ergebnisse werden im Laufe der kommenden Wochen gebrannt und an die Schule geschickt. Das Mittagessen wird in der Regel aus Licherode angefahren, und so gestärkt geht es auf den Rückweg.

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Kunst in der Landschaft

Der Künstler Andy Goldsworthy war ursprünglich Anlassgeber für den Licheröder Wochenbaustein „Naturkunst“. Der Film über den Künstler, „Rivers and Tides“ sowie Bildbände sind im Schullandheim vorrätig und können als Appetitmacher angeschaut werden. Nachdem am Anfang der Woche den Kindern das Areal für die Kunstwerke gezeigt wird (meist das Außengelände Unserland), haben die jungen KünstlerInnen Zeit, Ideen und Fantasien zu entwickeln und evtl. noch Material zu ordern. Als Werkstoffe stehen Erde und Steine im Vordergrund, aber auch Holz, Sägemehl, Laub und andere Naturmaterialien werden verwendet.

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Erde - Blätter - Früchte.JPG
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„Liebes ÖSTLi-Team, ich finde es schade, dass es im 4. Schuljahr nur eine Klassenfahrt gibt, denn ich würde gern nochmal eine Klassenfahrt bei euch verbringen. Ich fand es in eurem Schullandheim nämlich voll spitze. P.S.: Wenn ihr weiterhin so ein tolles Programm habt, müsst ihr das Schullandheim bald vergrößern, denn es war einfach super.“

(Hagen, Humboldtschule Korbach)