Umweltbildungszentrum Licherode
Ökologisches Schullandheim und Tagungshaus
Angebote zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Schuljahr der Nachhaltigkeit

Ein Projekt der Hessischen Nachhaltigkeitsstrategie

Bildung für nachhaltige Entwicklung wird praktisch in Grundschulen erprobt. Das Modellprojekt der „Hessischen Bildungsinitiative Nachhaltigkeit“, nun angesiedelt im Hessischen Umweltministerium hat, koordiniert über die ANU (Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung), sechs hessische Umwelt(bildungs)zentren beauftragt, modellhaft an einigen hessischen Grundschulen ein „Schuljahr der Nachhaltigkeit“ einzuführen. Nach einer Erprobungsphase 2014 wird nun 2015 die Fortsetzung erfolgen, mit dem Ziel „Bildung für nachhaltige Entwicklung /BNE“ im jeweiligen Schulcurriculum zu verankern, und so BNE aus dem Projektstatus in einzelnen Klassen auf die ganze Schule auszuweiten.

Seit dem Frühjahr 2015 wird die Durchführung des Schuljahres der Nachhaltigkeit an den teilnehmenden Schulen von einer Sachkunde-Curriculum-Beratung begleitet. Dadurch werden die teilnehmenden Schulen unterstützt, Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung dauerhaft in ihr Curriculum aufzunehmen.

„Ziel ist es, dass die Kinder nach der Grundschule wissen, was nachhaltige Entwicklung bedeutet, Handlungsmöglichkeiten benennen und für die Gestaltung des eigenen Lebens nutzen können.“
(Zielsetzung formuliert durch das Umweltzentrum „Umweltlernen in Frankfurt e.V.“)

SdN ist einer von 4 Bausteinen

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Das „Schuljahr der Nachhaltigkeit“ ist einer von vier Bausteinen der „Hessischen Bildungsinitiative Nachhaltigkeit“, die Anfang 2014 von der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen ins Leben gerufen wurde.

Die Durchführung des Schuljahres der Nachhaltigkeit an Schulen in insgesamt 6 Modellregionen Hessens wird von der ANU Hessen e.V. koordiniert und von der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen gefördert.

Durchführung durch Umweltpädagogen

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Das Schuljahr der Nachhaltigkeit wird im Landkreis Hersfeld-Rotenburg von den beiden UmweltpädagogInnen des Umweltbildungszentrums Licherode Lena Heilmann, Nadja Leidebrand und Johannes Lutz zwei Schulen mit 3./4. Klassen durchgeführt. Bei den Schulen handelt es sich um die Ernst-von-Harnack-Schule Bad Hersfeld und die Albert-Schweitzer-Schule Rotenburg. Diese vereinbaren in den Schulen, mit Schulleitung und den LehrerInnen einen Projektplan, der vorsieht, dass Unterrichtseinheiten zu BNE-Themen durch die Umweltpädagogen durchgeführt werden.

Orientierung am Eingangsprojekt Klimawandel

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Das Projekt beginnt stets mit dem Modul Klimawandel, und all die anderen Unterrichtsthemen wie Energie, Strom, Mobilität, Wärme/Kälte, Müll/Recycling, Papier oder Kleidung/Stoffe beziehen sich immer auf das Eingangsthema und auf alle vorher behandelten Themen. Die Förderung von vernetztem Denken ist ein wichtiger Bestandteil des Programms.
Für jede Klasse, die das Schuljahr der Nachhaltigkeit durchführt, stehen 10 Doppelstunden zur Verfügung. Die Auswahl der Einzelthemen erfolgt in Absprache mit den Klassenlehrerinnen. Diese haben dann Anknüpfungspunkte in den regulären Unterricht, um so die erworbenen Kompetenzen zu vertiefen, anzuwenden und auf andere Themenfelder zu übertragen.

Die Folgen des Projektes - ein Beispiel

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Umweltpädagoge: In der Tasche zum Thema KLIMA ist ein Modell von einer Kuh drin. Was haben denn Kühe mit Klima zu tun?
Antwort aus der Klasse: Weil die Kühe pupsen, und das ist schädlich für das Klima.
Umweltpädgoge: Hat jemand eine Idee, was wir tun könnten, damit die Kühe nicht mehr so viel Klimagase auspupsen?
Maximilian: Also die Sache ist ganz klar. Wir essen einfach viel weniger Fleisch, dann brauchen wir weniger Tiere, und weniger Tiere bedeuten weniger Gase.
(Zitat aus dem Abschlussmodul Schuljahr der Nachhaltigkeit; Ernst-von-Harnack-Schule Bad Hersfeld, 20. 01. 2015)

Übertragbarkeit des Nachhaltigkeitsgedankens

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Im Laufe des Projekts werden ständig Bezüge zum Alltag der Kinder aufgezeigt bzw. die SchülerInnen entdecken selbst die Handlungsmöglichkeiten. Das betrifft z.B. den Weg zur Schule, die Ver(sch)wendung von Papier, den Umgang mit Energie, das Tragen von Second-Hand-Kleidung oder die Bevorzugung von Mehrwegsystemen.
Am Schluss können die Kinder das Prinzip Nachhaltigkeit zum Teil auch auf neue, noch nicht behandelte Bereiche übertragen.

Ganz viele Bilder zum Thema

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Die Zeitung schreibt darüber

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Solarbetriebene Apparate, gebaut von SchülerInnen der Albert-Schweitzer-Grundschule im Rahmen der "Bildungsinitiative Nachhaltigkeit".

Schulen werden dabei unterstützt, Themen rund um die Nachhaltigkeit in den Lehrplan zu integrieren, nicht zuletzt durch Lehrerfortbildung im Umweltbildungszentrum Licherode.

Aber auch die direkte Begleitung im Schulunterricht mit ca 20 Stunden durch Umweltpädagogen des Umweltbildungszentrums hilft den Schulen dabei, die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit für sich zu entdecken.

„Hände waschen, Butter machen, dann vernaschen“

(Merve, Salzäcker Grundschule Stuttgart / Gedicht)