Umweltbildungszentrum Licherode
Ökologisches Schullandheim und Tagungshaus
Angebote zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Woche der biologischen Vielfalt

Spätestens seit 2010, als die Vereinten Nationen das Jahr der Biologischen Vielfalt ausgerufen hatten, ist das Problem der Artenverarmung allgemein erkannt worden. Um diese Entwicklung darzustellen, die in erster Linie durch (Zer)Störung der Lebensräume durch den Menschen erfolgt, gäbe es viele Möglichketen: Apfel- oder Kartoffelsorten, Fischarten, Ackerbegleitflora usw.. In Licherode wird das Thema aber am Saatgut festgemacht, denn die Saaten stehen am Anfang pflanzlichen Lebens.

Saatwerkstatt (Stationen)

Faszinierend sind schon allein die verschiedenen Strategien von Pflanzen, sich zu verbreiten. Die einen erzeugen schwimmfähige Samen, um beispielsweise über das Meer zu kommen, die anderen sind fliegend mit raffinierten Propellern unterwegs und wieder andere heften sich ans Fell von Tieren oder lassen sich von Ameisen chauffieren. Entlang der Stationen bekommen die Kinder einen Begriff davon, welche Art von Landschaften und Biotopen Artenvielfalt erwarten lassen und wie man diese in der Natur schützt. Eine „Samenbombe“ wird aus Lehm geformt, Samenflieger werden getestet und Samenformen ertastet: Die Saatwerkstatt macht neugierig und großen Spaß.

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Exkursion ins Bienenmuseum

Die Berliner Imkerin Erika Geiseler und der Allgäuer Biologe Joachim Flügel beschlossen eines Tages, ein „Lebendiges Bienenmuseum zu schaffen und suchten einen Ort, der in der Mitte zwischen den jeweiligen Herkunftsorten lag. Ihre Wahl fiel auf Niederbeisheim, 8km von Licherode entfernt. In der Regel wandern die Schulklassen den Hinweg und lassen sich nachmittags vom Bus abholen, der sie wieder ins Schullandheim bringt. Im Bienenmusen bekommen die Kinder nach einer Einführung und der Honigmahlzeit Imkeranzüge, und dann geht es zu den Bienen. Bienen streicheln ist übrigens nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht!

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Biotop- oder Pflanzaktion

Damit jeder auch versteht, dass man dem Artenschwund nicht tatenlos zusehen muss, wird nun Hand angelegt. In der wärmeren Jahreszeit legen die Klassen kleine  Flächen von Blumenwiesen an. Gerade Magerwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Da heißt es Spaten in die Hand, tief graben, Steine unterfüttern, magere Erde dazwischen und am Schluss einsäen.
In den Wintermonaten wird in einem Waldstück etwa 1 km vom Schullandheim entfernt, Mischwald gepflanzt. An einer Stelle, an der damals 1990 der Orkan „Wiebke“ Fichten umgeworfen hatte, kommen nun vor allem Buchen in den Forst. Es ist ein gutes Gefühl, für die Nachkommen, vielleicht die Urenkel zu pflanzen und ihnen Sauerstoff und Holz zu schenken.

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Fokus Biologische Vielfalt:

Umweltbildungszentrum Licherode ausgezeichnet!

So kann es funktionieren! Von der regional-biologischen Verpflegung über die ökologische Bauweise bis zum umweltpädagogischen Konzept wirkt Licherode sinnlich und weltbildverändernd auf die kleinen und großen Gäste.

Dr. Antje Vollmer, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages a. D., Autorin, Schirmherrin Licherode