Umweltbildungszentrum Licherode
Ökologisches Schullandheim und Tagungshaus
Angebote zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Zukunftswoche

Fit machen für die Zukunft und persönliche Ideen entwickeln, was jeder Einzelne selbst für die Erhaltung der Lebensgrundlagen tun kann: Das steht als Motto für die Zukunftswoche. In verschwindend kurzer Zeit von 150 Jahren hat die Menschheit Ressourcen an Treibstoffen, Metallen und Böden in derartigem Maße verbraucht, dass ein veränderter Lebensstil dringend vonnöten ist. Im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) haben Verhaltensänderungen zugunsten der zukünftigen Generationen eine ganz zentrale Aufgabe. Ziel der Licheröder Zukunftswoche ist es daher, den  Kindern ein grundlegendes Verständnis für Zusammenhänge von Mensch, Konsum und Bewahrung der Schöpfung zu vermitteln.

Stationsarbeiten Konsum

Was ist lebensnotwendig, was ist Luxus? Diese Frage ist Teil einer Station mit verschiedenen Abbildungen. Kühlschrank? Kleidung? Freunde? Nicht alles ist eindeutig zu beantworten, und gerade das ist das Reizvolle an der Aufgabe. An einer anderen Stelle geht es um verschiedene Verkehrsmittel, die für einen Italienurlaub denkbar sind und sich unterschiedlich in den Umweltauswirkungen darstellen. Bei all den Beispielen wird schnell deutlich, wo die Folgen des eigene Tuns eine Rolle spielen: Täglich und überall!

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Wanderung zum Solarpark

In Oberellenbach, fünf Kilometer von Licherode entfernt, stehen knapp 90 Solarbäume. Dieser Solarpark der Kirchner Solar Group ist schon von weitem auf einer Anhöhe zu erblicken, und er liefert Strom für zwei der umliegenden Dörfer. Die Kinder lernen die Bauteile kennen, von Wechselrichtern bis zu Blitzableitern. Die Funktionsweise der Solarbäume wird deutlich, wenn die Klasse selbst zum Solarpark mutiert und mit den Händen dem Lauf der Sonne folgt. Kinder werden im Spiel zu Elektronen und machen als solche die Verwandlung von Gleich- in Wechselstrom durch.

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Freilandspiele mit Kreide, Steinen und Naturmaterialien

Spiele mit mehreren Kindern auf der Straße, auf der Wiese oder im Wald, das war vor wenigen Jahrzehnten eine maßgeblicher Freizeitbeschäftigung nach der Schule. Aber abgesehen davon, dass heutzutage bei der ersten aufkeimenden Langeweile ein Bildschirmchen lockt, sind die Gruppenspiele oft gar nicht mehr bekannt. So ist es Zeit für eine Rückbesinnung, und die Freilandspiele haben große Vorteile: gemeinsam und nicht alleinsam, ohne Strom und nur mit Körperenergie, und Spaß macht es auch noch…

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„Hände waschen, Butter machen, dann vernaschen“

(Merve, Salzäcker Grundschule Stuttgart / Gedicht)